Aktualisiert am:
13.06.2010 |
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Die Zeittafel Funk:
(The history in time-lapse.) |
Auf den folgenden Seiten finden Sie Kurzinformationen
zur Funkgeschichte und den Ereignissen aus der
Funkstelle Nauen:

Die Zeit im Sauseschritt ...
Hier finden Sie die wichtigsten Stationen der Geschichte der Großfunkstelle Nauen im Zeitraffer dargestellt.

- Prof. Slaby (AEG) und Prof. Braun (Siemens & Halske) beginnen die gemeinsame Arbeit in der "Gesellschaft für drahtlose Telegraphie m.b.H. (TELEFUNKEN)
- Aufbau einer Versuchsstation als Teil des Laboratorium von Graf Arco (TELEFUNKEN), 4,5 Kilometer nördlich der Stadt Nauen, auf dem Gelände des ehemaligen Vorwerkes "Jäglitz".
- TELEFUNKEN geht zum Kristall-Detektor nach F. Braun über und telefoniert mit einer Abart des Poulsen'schenLichtbogensenders von Berlin nach Nauen (über 40 Kilometer.
- Der König von Siam besichtigt die Station.
- Die "Tönenden Löschfunken" erhöhen ihre Reichweiten auf mehr als 1.000 Kilometer.
- Graf Arco und Hans Bredow übernehmen die Leitung bei TELEFUNKEN.
- Die Reichweite der "Tönenden Löschfunkensender" beträgt jetzt bereits bei 30 Kilowatt Leistung rund 4.500 Kilometer.
- Nauen wird offizielle Betriebsstation der Fa. TELEFUNKEN.
- Verstärkung des Löschfunkensenders auf 80 bis 100 kW mit einer Schirmantenne auf einem 200 Meter hohem Eisengittermast.
- Funkzeichen aus Nauen erreichen Togo.
- Planungsbeginn zur TELEFUNKEN-Kolonialstation Kamina.
- Die 200 Meter hohe Schirmantenne wird durch einen Sturm umgeworfen - aber danach als 260-Meter-Mast neu errichtet.
- Erste drahtlose Telefonverbindung von Nauen nach Berlin durch A. Meißner mit einer Lieben-Röhren-Sendereinrichtung.
- Mittels einer neuen Verstärkerröhre gelingt die erste Funkverbindung zwischen Nauen und Sayville mit dem 100-kW-Löschfunken und einem 11-kW-Hochfrequenz-Maschinensender.
- Der Funkverkehr zwischen Deutschland und Nordamerika erfolgt über Nauen -Sayville und Eilvese-Tuckerton.
- Der Gegenstation Sayville (USA) werden bereits 50 Tausend Worte im Monat übermittelt. Dies war Welthöchststand.
- Baubeginn des neuen Sendehauses, unter Einbeziehung des Sendergebäudes von 1911. (Muthesiusbau).
- Zwei Maschinensender von 150 kW und 400 kW werden weitestgehend im Weltnachrichtendienst eingesetzt.
- Beginnend am Jahresanfang (5. Januar) werden täglich von Nauen aus zwei Zeitmeldungen (bekannt als "Nauener Zeitzeichen") auf der Wellenlänge 3.900 Meter um 12 und 24 Uhr Greenwicher Zeit abgestrahlt (Ortszeit: 13 und 1 Uhr nachts).
- Am 26. Januar: Gründung der "Drahtlose Übersee-Verkehr A.G." unter der Schirmherrschaft der Fa. TELEFUNKEN. Sie übernahm die Station Nauen in Eigentum
- Die Leistung des Senders erreicht 20 Tausend Kilometer und erreicht damit Neuseeland.>
- Am 9. November besetzen zwanzig Soldaten die Station und ein Russe sendet eine Grußbotschaft an den Arbeiter- und Soldatenrat in Moskau. Dieser Funkspruch ist aber offensichtlich von der Hauptfunkstelle in Königs Wusterhausen nicht weitergeleitet worden.>
- Der Funkspruch von New Brunswick in den USA an Nauen: ''Will you accept commercial business messages from USA?'' führt zur Wiederaufnahme des Übersee-Nachrichtenverkehrs durch Transradio.
- Am 20. September wird das seit dem Jahr 1916 in Bau befindliche und vom Architekt Hermann Muthesius entworfene Hauptgebäude durch Reichspräsident Friedrich Ebert eingeweiht und zur Nutzung übergeben.
- Abschluss eines Verkehrsvertrages mit der amerikanischen Radio Corporation über eine Laufzeit von dreißig Jahren.
- Nauen wird erweitert.
- Am 27. Oktober wird die "Drahtlose Übersee-Verkehr A.G." in "Transradio A.G. für drahtlosen Übersee-Verkehr" (Transradio) umbenannt.
- Der 4. Maschinensender wird aufgestellt.
- Am 18. Juli erfolgt die erste Versuchssendung mit einem Kurzwellensender bei einer Antennenleistung von 1 Kilowatt nach Argentinien.
- Am 13. Juni tagt das 1923 gegründete C.R.I.C. (Commercial Radio International Committee" in Berlin und deren Delegierte besuchten geschlossen die Station in Nauen.
- Der erste 20 Kilowatt-Kurzwellensender geht am 1. September in Betrieb.
- König Aman Ullah von Afghanistan besucht die Funkstation und trägt sich ins Besucherbuch ein.
- Das Kurzwellen-Sendehaus 2 wird errichtet und erhält in der ersten Ausbaustufe 4 Stück 20 Kilowatt-Kurzwellensender.
- Zwei Sender waren zur Übernahme der Nachrichtensendungen des Transocean Pressedienstes vorgesehen, die bis zum 15. Juni 1929 von der Großfunkstation Eilvese ausgestrahlt wurden. (Station wurde abgerissen und der Ort ist seit 1. März 1974 Ortsteil von Neustadt am Rübenberge.)
- In den weiteren Ausbaustufen werden 6 Sender des gleichen Typs montiert und in Betrieb genommen.
- Errichtung eines Versuchsgebäudes für Fernsehübertragung auf Basis von Ultrakurzwellen. Bereits ein Jahr später übertrug man Fernsehbilder von Nauen nach Geltow.
- Mit Wirkung vom 1. Januar übernimmt die Deutsche Reichspost auf der Grundlage des Postregals (allseitiges staatliches Recht zur Nachrichtenübermittlung) die gesamte Großfunkstelle Nauen mit allen Einrichtungen und rund 250 Hektar Geländeflächen von der Transradio AG.
- Die erste Netzersatzanlage mit 800 kVA wird aufgebaut. Damit ist die Station unabhängig vom Elektronetz der Energielieferanten. Der "Deutz"-Dieselmotor erreicht eine Leistung von 1.000 PS.
- Im Sendehaus 2 nimmt der erste 50 Kilowatt-Kurzwellensender seine Arbeit auf.
- Im Muthesiusbau geht ein weiterer 50-Kilowatt-Kurzwellensender in Betrieb.
- Die Haupteinfahrt wird von den Torhäusern südwärts verlegt und hier dann ein neues Verwaltungsgebäude errichtet.
- Das Sendehaus 2 wird zur Aufnahme eines 100 Kilowatt-Einseitenbandsenders der Firma Siemens erweiter.
- Ein 100 Kilowatt-Kurzwellensender der Firma AEG wird im Muthesiusbau in Betrieb genommen.
- Am 17. April wird die erste und einzige Bombe auf die Großfunkstelle Nauen abgeworfen. Sie zerstört das Antennenschalthaus am Muthesiusbau.
- Am 24. April um 7.30 Uhr besetzen sowjetische Armeeeinheiten die Funkstation.
- Der von den Sowjets eingesetzte deutsche Verwalter (ein ehemaliger Stationsangehöriger) teilt das Gelände in 100 Parzellen auf und verpachtet sie im Auftrag der Deutschen Post (DP). Das Verwaltungsgebäude wird Lagerhalle für ein Handelsunternehmen.
- Im Gebäude der ehemaligen Hauptwache wird eine Dezimeterstelle (Funkstation) eingerichtet.
- Nauen wurde strukturell dem Funkamt Potsdam mit Sitz in Golm unterstellt und am 1. November geht die Richtfunkstrecke Nauen - Oranienburg - Berlin, bzw. Falkensee in Betrieb.
- Im Februar beginnt der Wiederaufbau des Senderhauses 2.
- Drei Kurzwellensender des Typs KN 3 mit je 5 Kilowatt-Hochfrequenz-Leistung werden im Sendehaus 2 in Betrieb genommen.
Zwei dreidrähtige Schrägantennen werden an zwei Hozmasten von je 50 Meter Höhe errichtet.
- Mit Wirkung vom 1. Januer wird Nauen selbständiges Amt der Deutschen Post der DDR und trägt nun die offizielle Bezeichnung: Funkamt Nauen. Es hatte folgende Aufgabenstellung: Großfunkstelle für den kommerziellen (gewerblichen) Funkdienst und Aufbau der Kurzwellen-Sendeanlagen für sonstige Bedarfsträger.
- Im Januar wird der Sendebetrieb des Wetterdienstes und im April des Zeitzeichen-Dienstes aufgenommen.
- Der inzwischen instandgesetzte Muthesiusbau erhält zwei moderne 20 Kilowatt-Einseitenband- Kurzwellensender.
- Am 12. Februar wird der Sendebetrieb mit Peking (China) über rund 10.000 Kilometer aufgenommen.
- Einstellung des Dezimeterbetriebes nach Oranienburg - Berlin.
- Ab 5. August besteht ganztägiger Funkverkehr mit Moskau.>
- Am 28. August wird der Telefonieverkehr mit Peking aufgenommen.>
- Am 13. November erfolgt die Aufnahme des Fernschreibverkehrs mit Kairo (Ägypthen).
- Installation eines dritten 20 Kilowatt-Einseitensenders.
- Am 22. Mai wird die Antenne nach Melbourne fertiggestellt und der Sendebetrieb nach Vietnam aufgenommen.
- Im Senderhaus 2 montiert man einen 50 Kilowatt-Kurzwellenrundfunksender HF 3.>
- Am 15. Oktober erfolgt die Betriebsaufnahme des 50 Kilowatt-Kurzwellenrundfunksenders HF 3 im Senderhaus 2 über zwei Dipolantennen mit Reflektor.
- Am 31. Juli erfolgt die Aufnahme des Funkfernschreib- und Bildfunkverkehrs mit Kuba im Gegenrichtungsverkehr.
- Am 15. Oktober wird mit den Betonarbeiten für das Fundament der Dreh- und schwenkbaren Kurzwellen- Richtantenne begonnen. Ab 4. Januar 1962 werden innerhalb von 17 Tagen 1.460 Tonnen Beton verbaut.
- Am 12. Februar wird durch orkanartige Stürme der Südwestflügel des Muthesiusbaus das Dach auf rund 400 Quadratmetern abgehoben und über 50 Meter weit ins Gelände getragen.
- Auf dem neuen Gelände am Dechtower Damm wird das Sendegabäude für den 100 Kilowatt-Kurzwellenrundfunksender fertiggestellt.
- Am 19. Januar wird mit dem Aufbau mehrerer 20 Kilowatt-Einseitenband- Kurzwellensender des Funkwerkes Köpenick begonnen.
- Ab dem 15. März wird der Funkverkehr nach allen Staaten des Ostblocks aufgenommen.
- Am 2. Februar beginnt der Betrieb des 100 Kilowattsenders über die damals modernste Antenne der Welt.
- Der Dechtower Damm wird auf einer Länge von 2.600 Metern bitumiert und somit zur Anschlussstraße für das im Entstehen befindliche größte Kurzwellenzentrum Osteuropas am Dechtower Damm.
- Antrag, den Muthesiusbau unter Denkmalschutz zu stellen.
- Die ehemals selbständigen Ämter in Königs Wusterhausen (erster Rundfunksendeort Deutschlands) und die Funkempfangsstelle Beelitz werden strukturell dem Funkamt Nauen zugeordnet.
- Ein 500 Kilowatt-BBC-Kurzwellensender wird in den Probebetrieb überführt und am 7. Juli zum Dauerbetrieb freigegeben.
- Orkanartige Stürme verursachen große Schäden:
- So wird der 243 Meter hohe Sendemast in Königs Wusterhausen so beschädigt, dass er umfällt.
- Das gerade neugedeckte Dach im Kurzwellenzentrum am Dechtower Damm wird durch den Sturm abgedeckt.
- In der Funkempfangsstelle Beelitz mussten die Antennenholzmasten gegen solche aus Metall ersetzt werden, weil Spechte sie derart aushöhlten, dass ihre Standsicherheit nicht mehr gegeben war.
- Am 7. Oktober wird die mit der Sowjetunion gemeinsam errichtete Antenne R23a im Kurzwellenzentrum in Betrieb genommen.
- Übernahme von Sendungen für Rügen-Radio.
- Der zweite 500-Kilowatt-Kurzwellensender, diesmal sowjetischer Bauart, wird im Kurzwellenzentrum am 26. Mai in Betrieb genommen
- Am 26. Oktober besteht die Funkempfangsstelle Beelitz 50 Jahre.
- Am 22. Dezember wird der Muthesiusbau unter Denkmalschutz gestellt (Technisches Denkmal der Verkehrsgeschichte).
- Der Turm mit Betriebsetage auf dem Kulpenberg (Kyffhäuser) wird aus dem Funkamt Nauen strukturell ausgegliedert.
- Die neue Netzersatzanlage im Kurzwellenzentrum geht mit zwei großen Schiffsdieseln in Betrieb. Deren Leistung würde ausreichen, um die gesamte Stadt Nauen mit Elektroenergie zu versorgen.
- Am 3. Oktober hört Radio Berlin International auf zu existieren. Neuer Sendepartner wird die Deutsche Welle.
- Am 31.Dezember wird das Funkamt Nauen aufgelöst. Technik und Mitarbeiter werden von der Deutschen Bundespost TELEKOM übernommen. Ein Jahr später wird wegen Auftragsmangels der gesamte kommerzielle Kurzwellenbetrieb eingestellt.
- Das ebenfalls von Hermann Muthesius errichtete Kurzwellen-Sendehaus 1, das später dann als Werkküche und Kantine genutzt wurde, wird abgerissen. Es war, genau wie das Kurzwellen-Sendehaus 2, vom Denkmalschutz nicht erfasst worden. Letzteres gilt als Muthesius letztes Bauwerk.
- Am 25. April beginnt man mit dem Sendebetrieb auf dem Gelände an der Graf-Arco-Straße. Es entstanden nach umfangreichen Rekonstruktionen vier neue Antennenanlagen und das gesamte Areal von den Torhäusern bis zum Muthesiusbau, und dieses selbst, wurde unter Auflagen des Denkmalschutzes saniert. Das Gelände am Dechtower Damm (Kurzwellenzentrum) wird stillgelegt und die Antennen in den Folgejahren abgerissen.
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