
Dies war aber nicht immer so. Bis zur Trockenlegung des Havelländischen Luches in der Mitte des 18. Jahrhunderts war die Gegend zwischen dem ehemaligen Postamt und der Ortschaft Kienberg (also auch das spätere Gelände der Großfunkstation ständig unter Wasser. Mir selbst berichteten Anwohner, dass noch in den 1930er Jahren nach jeder Schneeschmelze die Wiesen und Felder des Luches oft bis weit in den Monat Mai mit einer Wasserschicht bedeckt waren.
Nicht immer war der dargestellte Fisch auch ein Karpfen. Der ist erst seit 1720 verbrieft. Vorher soll es wohl ein Hecht gewesen sein. Selbst die Richtung des Karpfens wechselte des öfteren. Einmal schwamm er von links unten nach rechts oben, bald entgegengesetzt. Auch die Farben wechselten in all' den Jahrhunderten. Mal schwamm ein silberner Karpfen auf blauem Grund, mal ein blauer Karpfen auf silbernem Grund.
1888 ordnete das Preußische Heroldsamt an, dass die Stadtwappen künftig eine Mauerkrone tragen sollten, und zwar eine dreizinnige für Kleinstädte und eine fünfzinnige für Großstädte. 1932 wurde diese Regelung insofern vom Generaldirektor in einer allgemeinen Verfügung an die Preußischen Staatsarchive außer Kraft gesetzt, als dass für neue Stadt- und Gemeindewappen keine Mauerkronen mehr vorzusehen sind.[1]
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[1] Info aus: http://www.maramut.gmxhome.de/ortlsgwa.htm

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