Die Paul-Jerchel-Straße:
(the street Paul-Jerchel)
Vor seinem Tod schrieb Jerchel einen Abschiedsbrief an seine Familie, in dem er darum bat, auf seinem Grabstein ein Zitat von Ludwig Uhland anzubringen:
"Der Dienst der Freiheit ist ein schwerer Dienst.
Er bringt nicht Gold, er bringt nicht Fürstengut.
Er bringt Verbannung, Kerker, Schmach und Tod.
Doch ist aber dieser Dienst, der schönste Dienst."

Paul Jerchel wurde auf dem Friedhof Nauen beigesetzt und die obigen Zeilen sind bis heute auf seinem Grabstein zu lesen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Jerchel im Dezember 1946 als „Opfer des Faschismus“ rehabilitiert. Sein Grab wurde fortan als Ehrengrab geführt und eine Straße in Nauen wurde nach ihm benannt. Der Stolperstein zur Erinnerung an Jerchel konnte nicht an seinem letzten Wohnort, Lietzowplatz 10 verlegt werden, da sich an dieser Stelle heutzutage eine Grünanlage befindet. Deshalb wurde er in der nach ihm benannten Straße vor dem dortigen Amtsgericht Nauen in den Boden eingelassen.
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Hier tront Justicia ...
LINKS: Das Amtsgericht entstand um die Jahrhundertwende. Inhaftiert wurden hier nur Untersuchungshäftlinge.
Die Verurteilten wurden nach Spandau verbracht. Die Stadt Spandau gehörte bis zur Eingemeindung nach Groß-Berlin im Jahre 1920 zum Landkreis Osthavelland.
Das helle Gebäude rechts daneben beherbergte viele Jahrzehnte Verwaltungs- und staatsanwaltliche Behörden.
RECHTS: 1999 errichtete man links vom Hauptgebäude einen modernen Verwaltungsanbau, welcher von der Architektur her einen modernen Kontrast zu den übrigen Gebäuden der Straße bildet.


... das Haus in der Paul-Jerchel-Straße 6 (bis 1949 Friedrichstraße genannt).
LINKS: Als Kinderheim (The former children's-home.) bis 1945 von der Stadt betrieben ...
Als Club der Volkssolidarität bis 1990 benutzt ...und als Begegnungsstätte der AWO (Arbeiterwohlfahrt) gegenwärtig genutzt ... Der AWO-Ortsverein unterhält hier einen Seniorenclub, von dem vielfältige Freizeitangebote ausgehen. Der Treff ist zu einem beliebten Ausgangspunkt für Wanderungen und sportlichen Aktivitäten (z.B. Radwanderungen usw.), sowie Tagesausflügen geworden.
Im weißen Feld des Giebels steht auch heute noch gut lesbar ''Kinderheim''.
RECHTS: Gegenüber dem Amtsgericht befand sich zur DDR-Zeit eine Traktorenwerkstatt der MTS Spezialwerkstadt Nauen.
Heute ist das Grundstück mit einem Wohn-/Geschäftshaus mit Gaststätte und einer Produktionshalle eines Fensterherstellers bebaut.


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