Aktualisiert am:
13.06.2010
Das Stadt-Museum:
(museum of local history and culture)
Auf den folgenden Seiten finden Sie Kurzinformationen zur Stadtgeschichte und aus dem Museum von Nauen:

Hier (wird) wurde Geschichte konserviert ... Das Stadt-Museum:

Das Gebäude erbaute man 1822 und rekonstruierte es zwischen 1985 und 1989. Danach stellte man hier ab September 1989 den Fundus des Stadtmuseums Nauen der Öffentlichkeit vor, dessen Grundstein die Privatsammlung des Nauener Buchhändlers Gebhard Eckler (1861-1942) war.

Nach ihm wurde 1931, zu seinem 70. Geburtstag, auch eine Straße benannt (ehemalige Hintergasse).

Viele Jahrzehnte wurden die Sammelstücke an den verschiedensten Orten in der Stadt mehr oder weniger gut verwahrt. Zuerst im Realprogymnasium (heute Grundschule am Lindenplatz), dann in Räumen der Mädchenschule (heute Käthe-Kollwitz-Grundschule) wurde 1921 die private Sammlung ins Eigentum der Stadt überführt und Eckler zum ersten städtischen Museumsdirektor ernannt.
1940 wurde dann der Lehrer Koch, alten Nauenern bestens bekannt, zum Direktor. Koch tat sich auch als Heimatdichter hervor, doch nach dem Kriegsende wurde er von dieser Funktion entbunden.
In diesen Zeiten sind natürlich einige Exponate verloren gegangen, aber nun hatte diese Irrfahrt hoffentlich für immer ein glückliches Ende gefunden. Mit den kläglichen Überresten versuchte man 1979 in einer Baracke am Waldemardamm 2 wieder ein hauptamtlich besetztes Museum aufzubauen. Es war die Verwaltungsbaracke, in der der DTSB (Deutscher Turn- und Sport-Bund der DDR), der Deutsche Anglerverband der DDR und der VdGB (Vereinigung der gegenseitigen Bauernhilfe der DDR), so eine Art SED-nahe Bauernorganisation, untergebracht waren. Martina al Diban schrieb mir u.a. dazu: ''Vier Räume gehörten dem Museum; zwei Lagerräume und zwei Büros, und draußen hing ein großes Schild ''Museum der Stadt Nauen'' und wenn dann Leute kamen und was sehen wollten, mussten wir sagen, ja, wir sind zwar ein Museum, aber sehen können Sie hier leider nichts davon ...''
Die Baracke befand sich dort, wo später das Gebäude des Landratsamtes erbaut wurde (Heute ist hier u.a. das Arbeitsamt ansässig.)
Anmerkung des Herausgebers:
Das ''Museum der Stadt Nauen'' ist am 01.01.2004 aus Kostengründen geschlossen worden. Viele dreidimensionalen Exponate (also körperliche Gegenstände) sind als Dauerleihgabe in die Heimatstuben der Ortsteile Wachow und Groß Behnitz ausgelagert worden. Die zweidimensionalen (sprich Schriftstücke) verblieben in Nauen.


Die Schau der Exponate:
Gezeigt wird als Dauerausstellung das einfache, ländliche Leben in dieser Kleinstadt.
Wechselnde Sonderausstellungen zu bestimmten Themen werden auch hier generiert.

Ausstellung: Die Landwirtschaft: (the exhibition of agriculture)

Ackerwerkzeuge, wie hölzerne Egge, Korn-Schaufeln, Dreschflegel, Sense
und dieser Hakenpflug zeugen von der Existens der
Ackerbürger innerhalb
des stätischen Lebens.






Ausstellung: Die Wohnkultur: (the exhibition of living room)

Die gemütliche Sitzecke um die Jahrhundertwende. Die mechanische Nähmaschine war ein Instrument begüterter Bürgerhäuser.







Ausstellung: Das Handwerk: (the exhibition of trade)

Die Fahne der Schuhmacherherberge aus dem Jahre 1846. Sie diente den Wanderburschen der Schuhmacher-Gilde als Hinweistafel, wo sie eine Unterkunft und auch Arbeit finden konnten.










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