Aktualisiert am:
13.06.2010
Industriebauten:
(The industrial estate.)
Auf den folgenden Seiten finden Sie Kurzinformationen zur Stadtgeschichte und den wichtigsten Industriebauten:

Das zurzeit größte ... ist das Hausgerätewerk: (the washing machine factory)

Im Gewerbegebiet Nord, an der Ausfallstraße nach Berlin-Spandau, entstand von 1993 bis 1995 das größte Industrievorhaben der Stadt, das Bosch-Siemens-Hausgerätewerk. Produziert werden hier Wäschetrockner und Toplader-Waschmaschinen. In seinem Umfeld siedelte sich weitere Industrie an. Das Werk ist der größte Arbeitgeber der Region, gefolgt von der Schar der Handwerksbetriebe.



Das bis dahin größte ... war die Zuckerfabrik: (The sugar refinery.)

Rittergutsbesitzer, Großbauern und Industrieunternehmer aus der nahen und weiteren Umgebung gründeten eine Aktiengesellschaft und nahmen im Herbst 1889 die modernste Zuckerfabrik Europas in Betrieb.
Die Fabrik durfte noch ihren einhundertsten Geburtstag begehen, um dann abgerissen zu werden. Im Jahre 2000 kündeten nur noch ein paar Ruinen und das Eingangsgebäude von der einst so stolzen Fabrikation.
Es war der Kaiser der Franzosen, Napoleon, der mit dem Beschluss vom 25. März 1811 den Grundstein für eine europäische Zuckerwirtschaft setzte: Wegen der von ihm verhängten Wirtschaftsblockade gegen England blieben die Rohrzuckerlieferungen aus Indien aus. Er ließ im Frühjahr 1811 deshalb 32 Tausend Hektar Ackerland mit Zuckerrüben bestellen.

Was passieren kann, wenn man den Lauf der Geschichte ignoriert, zeigt folgendes Beispiel aus den siebziger Jahren: Als die DDR-Oberen beschlossen hatten, das historische Scheunenviertel am Bredower Weg dem Erdboden gleichzumachen und dafür "Wohnburgen" aus Betonplatten hinzustellen, geschah folgendes. Der Block, welcher am dichtesten an der Zuckerfabrik stand, sollte genau auf dem mit Sand und Erde aus der Zuckerfabrik verfülltem Lehmloch errichtet werden. Als man mit dem Erdgeschoß fast fertig war, regnete es mehrere Tage hintereinander, so dass die Baustelle auf einmal zu schwimmen begann. Um den Bau dennoch errichten zu können, wurde alles entfernt und zusätzlich eine schwimmende Betonwanne errichtet, in der dann die Blockfundamente eingebaut wurden. Einheimische wussten von dem verfüllten Loch ...


Restbestände:

Von der einst größten Zuckerfabrik in Europa sind nur noch wenige Gebäude übriggeblieben. Unter anderem auch das Haupthaus, in dem einmal die Geschicke dieser Raffenerie geleitet wurden. Heute präsentiert es sich in einem renovierten Zustand.

Das komplett instandgesetzte Gebäude wird wieder für Geschäftszwecke der verschiedensten Gewerke genutzt.



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