Aktualisiert am:
01.10.2011
Zeittafel Nauen:
(The Timetable.)
Auf dieser Seiten finden Sie einen Überblick zur Stadtgeschichte im Zeitraffer:
Die Stadtgeschichte ... im Zeitraffer:



3000 v.Chr.
  • Auf einem Urnenfriedhof aus der Bronzezeit fand man ein Bronzearmband und eine -pfeilspitze.
um Christus
  • Im Nauener Luchmoor fand man Keramikscherben und Überreste einer Siedlung mit Grabstätten.
bis etwa 1150
  • Man fand wendische Urnen in der Stadtnähe und zwei wendische Burgwälle. Einmal an der so genannten Schwedenschanze und den Rollbergen (OT Weinberg).
981
  • (Kaiser Otto II. schenkt dem Kloster Memleben das Kastell Nienburg im Havelland. Historiker sehen hierin die Vorläuferin der Stadt Nauen (auch Nawen geschrieben).)
    ANMERKUNG: Dieser Fakt ist offensichtlich geschichtlich falsch. Er steht hier nur noch, weil er Bestandteil der mir vorliegenden Unterlage ist!
1150
  • Markgraf Albrecht ("der Bär") erbt die Mark Brandenburg und "germanisiert" diese. Nauen wird deutsch.
1186
  • In Urkunden des Brandenburger Domstiftes ist erstmals von einem Pfarrer aus Nauen die Rede.
1292
  • Die Markgrafen Otto und Konrad verleihen Nauen das Stadtrecht.
10. Januar 1305
  • Markgraf Hermann überträgt dem Domkapitel zu Brandenburg das Patronatsrecht über die Kirche in Nauen.
1315
  • Markgraf Waldemar ("der Große") besucht die Stadt Nauen und verleiht ihr die "große Holzgerechtigkeit". Er "schenkt" der Stadt zwei jüdische Bewohner als Einnahmequelle.
  • Juden mussten damals Schutzgeld zahlen.
1317
  • Markgraf Waldemar bestätigt der Stadt ihre Grenzen.
20. August 1329
  • Erste urkundliche Erwähnung des Ortes Niekammer.
1345
  • Markgraf Ludwig (von Bayern) genehmigt der Stadt einen Jahrmarkt und den Wollwebern und Tuchmachern verordnet er der Verkauf der "Tücher nach der Elle".
1348
  • Das Dorf Niekammer (Nikammer?) wird von der Pest heimgesucht und stirbt aus.
1350
  • Dorf und Feldflur von Niekammer werden von der Stadt Nauen einverleibt. Die Pfarrkirche "St. Marien" zieht als Wunderkirche unzählige Wallfahrer an.
1358
  • Streit zwischen dem Magistrat von Nauen und dem Domkapitel zu Brandenburg über die Opfergaben der Wunderkirche zu Niekammer.
1414
  • Der Raubritter Dietrich von Quitzow zieht aus Friesack nach Nauen. Er plündert und brennt die Stadt nieder.
1514
  • Nauen ist Erzpriestersitz und brennt vollständig ab. Daraufhin wird die Stadt von allen Abgaben befreit.
1539
  • In der Mark führt Markgraf Joachim II. die Reformation (Luther) ein.
1545
  • Niekammer (jetzt Neukammer genannt) wird als Vorwerk ausgebaut.
1559
  • Kurfürst Joachim II. verleiht der Stadt das Schneiderprivileg.
1610
  • Bürgermeister Thomas Bulle schenkt der Stadt Land für einen neuen Friedhof (heute Garten des ehemaligen Landratsamtes). Der Fiedhof von der Jacobi-Kirche wird verlegt und bleibt bis 1860 in Nutzung. Bulle stiftet auch das so genannte "Bullen-Stipendium" für Nauener Studenten, welches erst mit der Inflation um 1920 abgeschafft wurde.
1626
  • Nauen wird im Dreißigjährigen Krieg durch den Grafen Ernst von Mansfeld niedergebrannt.
1631
  • Graf Tilly lässt das gerade aufgebaute Nauen plündern und größtenteils zerstören.
17. Juni 1675
  • Der Große Kurfürst übernachtet beim zweiten Bürgermeister Furdaich, um am nächsten Tag in die Schlacht bei Fehrbellin zu ziehen.
1695
  • Durch die Unachtsamkeit einer Hausfrau brennen das Rathaus und rund 250 Wohnhäuser nieder. Auch die Kirche wird teilweise davon betroffen.
5. Mai 1697
  • An diesem Tag ereilt das Vorwerk Neukammer das gleiche Schicksal.
1698
  • Kürfürst Friedrich III. verleiht der Schmiedeinnung ihr Privileg.
1700
  • Kürfürst Friedrich III. verleiht der Bäckerinnung ihr Privileg.
1707
  • Kürfürst Friedrich III. verleiht dem Apotheker Friedrich Ketlitz sein Privileg. In der späteren Potsdamer Straße (heute Goethestraße) wird diese Apotheke von Christoph Niefeldt weitergeführt.
1712
  • Die Kirche wird neu aufgebaut und erhält einen Turm mit einer Höhe von rund 55 Metern.
1718 bis 1725
  • Friedrich Wilhelm I. beginnt mit der ersten Melioration des Nauener Luches. Damit legt er den Grundstein für die Ackerbürgerschaft in Nauen.
1721
  • Die Stadt führt ihren letzten Hexenprozess durch.
1732
  • Kronprinz Friedrich (der spätere Preußische König Friedrich der Große) weilt in Nauen.
1765
  • Der letzte von insgesamt fünf Großbränden vernichtet in Nauen 40 Wohnhäuser und etwa 80 Scheunen.
1766
  • Von den bisher 78 Braurechten werden 75 wieder entzogen.
1769
  • Das im Jahre 1695 abgebrannte Rathaus erhält nun endlich in der Bergstraße einen Nachfolger.
1772
  • Der Töpferinnung wird ihr Privileg verliehen.
1798
  • Die Stadt erhält das Privileg der Abdeckerei, welches bis 1990 fortgeführt wurde.
1800
  • In der Potsdamer Straße (heute Goethestraße) wird das jüdische Gotteshaus eingeweiht, welches bis 1933 genutzt wurde. Eine Tafel erinnert heute noch an dieses Haus.
1806
  • 22 000 Soldaten des französischen Marschalls Bernadotte plündern die Stadt.
1807 bis 1809
  • Da Nauen an der Heerstraße Berlin - Tremmen - Magdeburg liegt, werden hier teilweise bis zu 75 Tausend französiche Soldaten einquartiert, die die Stadt bis an den Rand des Ruins treiben.
1809
  • Bei einer Feuersbrunst am 28. und 29. Dezember werden 31 von 38 Scheunen mit allem Inhalt vernichtet. Der Sachschaden wurde mit 30 Tausend Goldmark beziffert. Die Solidarität der Märkischen Landbauern im Umkreis rettete durch Spenden das Überleben der Stadt-Bauern.
1816
  • Der Landkreis Osthavelland wird gebildet und reicht vom heutigen Potsdam-Bornim bis hinter Oranienburg. Der Landrat hat seinen Sitz im Dorf Senzke.
1820
1826
  • Nauen wird Kreisstadt des 1816 gebildeten Landkreises Osthavelland.
1830
  • Die neu gebaute Chaussee Berlin - Hamburg (heute Teilstraßen: Berliner- und Hamburger Straße) führt an der Stadtgrenze vorbei.
1834
  • Der auch noch heute genutzte Friedhof an der Hamburger Straße wird zur Nutzung freigegeben.
1846
  • Die Eisenbahnstrecke Berlin - Hamburg (heute einziger Bahnhof) wird als Privatbahn in Betrieb genommen.
1847
  • Die erste katholische Kirche (gegenüber der Post - bis 2000 als Bibliothek genutzt) wird errichtet.
1849
  • Nauen wird Gerichtsort (Kreisgerichtskommission) - vorher nur Schulzengericht (durch den Bürgermeister, welcher gleichzeitig Richter war).
1852
  • Gründung einer höheren Privatknabenschule.
1857
1858
  • Gründung der Knabenvolksschule am Lindenplatz (heute Grundschule Am Lindenplatz).
1862
  • Der Fürstbischof von Breslau erhebt die katholische Pfarre in Nauen zur selbständigen Kirchengemeinde.
1865
  • Eröffnung der Städtischen Gasanstalt (heute Graf-Arco-Straße ...) am Hauptbahnhof.
1879
1883
  • Gründung der "Freiwilligen Feuerwehr".
15. Juli 1887
  • Das neue Kreishaus wird eingeweiht (Hamburger Straße).
1889
1890
  • Eröffnung des Eisenbahn-Vortortverkehrs Nauen - Berlin.
1891
  • Einweihung des neuen Rathauses am Rathausplatz / Hamburger Straße.
1892 bis 1893
  • Bau der Eisenbahnstrecke Nauen- Ketzin.
1893
1895
1899
  • Einführung des Fernsprechverkehrs (Telefon).
1901
  • Gründung des Stadtmuseums durch Gebhardt Eckler.
  • Bau der Schmalspurbahn von Nauen über Senzke nach Rathenow ("Blindschleiche" genannt)
  • Nauen als Kreisstadt hatte das Sagen über 37 417 männliche und 35 654 weibliche Einwohner im Kreis Osthavelland.
1902
  • Eröffnung der Bahnlinie Nauen - Wildpark (heute Teil von Potsdam). "Rutschbahn" genannt, weil beim Bau ein riesiger Damm wegrutschte.
  • Zum neuen Landrat wurde der bisher kommissarisch amtierende Regierungsassistent Dr. jur. von Wilms ernannt. Er wurde in einer Feierstunde in den Amtsräumen in Nauen mit einem anschließenden Festessen im Hotel Hamburger Hof als Landrat des Osthavellandes vom Regierungspräsidenten in Potsdam bestätigt.
  • Voller Stolz rechneten die Besitzer der Zuckerfabrik in Nauen die "Campagne" des vergangenen Jahres ab. 600 000 Zentner Zuckerrüben mehr als im Jahre 1900 hatte man im Jahre 1901 produziert. Insgesamt 2,8 Millionen Zentner Zuckerrüben hatten die Bauern der weiteren Umgebung dazu angeliefert.
1904
  • Bau der Eisenbahnstrecke Nauen - Velten ("Kachelbahn" genannt: Töpferstadt Velten).
1906
1907
1908
  • Beginn der zweiten Meliorationsepoche bis 1921.
1909
1912
  • In unmittelbarer Nähe des Forsthauses wird das Forstarbeiterhaus errichtet.
1913
  • Stadt kauft für 33 Tausend Mark das Anwesen Stolpshof im Krämer gelegen (Krämer= Bezeichnung eines Naturschutzgebietes).
1913 bis 1918
  • Französische Kriegsgefangene transportieren mit einer speuiellen Kleinbahn Sandmassen von den Rollbergen zur Berlin- Hamburger Bahn und schütten einen Damm auf, damit die Bahn die Dammstraße und die Nauen - Veltener Bahn überqueren kann (Heute der einzige Bahnhof von Nauen.).
1915
  • Eröffnung der Bahnstrecke Nauen - Oranienburg.
1916
  • Einweihung des neuen Realgymnasiums in der Parkstraße (heute Goethe-Gymnasium).
1920
1921
  • Der Schiffahrtskanal Nauen - Paretz wird eröffnet.
1923
  • Bau des Finanz- und Zollamtes in der Schützenstraße (heute Polizeihauptwache).
  • Eröffnung der Städtischen Badeanstalt am Havelländischen Hauptkanal in der Nähe des "Strandgartens" (Graf-Arco-Straße).
1925
1930
  • Die Stadt erhält eine Vollkanalisation.
  • Errichtung des Gebäudes für die Ortskrankenkasse in der Hertefelder Straße.
1931
  • Das Kreiskrankenhaus wird für 170 Betten erweitert.

Quelle: Die vorstehenden Daten stammen aus einem Schreibmaschinenskript (offensichtlich eine Abschrift), welches mit dem Namen Baldus versehen ist.
1935 bis 1940
  • Bau der Stadtrandsiedlung
1936
  • Das städtische Schlachthaus wird in den Luchbergen errichtet.
1945
  • Bei einem amerikanischen Luftangriff am 20. April erleiden der Hauptbahnhof und angrenzende Industrie- und Wohnhäuser schwere Schäden. Mehr als 60 Personen starben..
1953
  • Der Bau der Freilichtbühne dauert bis 1955.
1955
  • Das "Theater der Freundschaft wird gebaut.
1958
  • Bis 1959 wird die neue Molkerei an der Berliner Straße gebaut.
1967
  • Im späteren Entwicklungsgebiet OST entsteht der DDR-Großbetrieb "agrotechnik". Hier werden Ersatzteile und Maschinen für die Landwirtschaft gehandelt.
1968
  • Am Bredower Weg werden die ersten Plattenbauten errichtet und gegenüber der Zuckerfabrik wird das neue Stadtbad begonnen.
1971
  • Verhaltener Beginn der Stadtsanierung.
1988
  • Plattenbauten am Karl-Bernau-Ring und in der Feldstraße werden gebaut.
  • Zwischen Berlin-Spandau und der Nauener Stadtverwaltung wird eine Vereinbarung über kommunale Kontakte geschlossen.
1989
  • Das komplett instandgesetzte Fachwerkhaus am späteren Rathausplatz 2 wurde als Museum übergeben.
1991
  • Mit der Stadt Kreuzberg in Nordrein-Westfalen wird eine Partnerschaftsvereinbarung geschlossen. Die bereits 1988 mit Spandau geknüpften Kontakte wurden erneuert und durch den Austausch von Partnerschaftsurkunden besiegelt.
  • Beginn des Baus des Geschäftszentrums am Lindenplatz. Dabei wird das denkmalgeschützte Scharfrichterhaus widerrechtlich abgerissen und als verstümmeltes Plagiat zum Zwecke des Bankeingangs wieder errichtet.
1992
  • Grundsteinlegung für das Einkaufszentrums in der Dammstraße. Dazu werden alle baulichen Anlagen der ehemaligen LPG Pflanzenproduktion abgerissen.
  • Stadtfest zur 700-Jahr-Feier der Stadt.
  • Verleihung der Ehrenbürgerschaft an Ehrfried Kass aus der Partnerstadt Kreuztal.
1994
  • Der umgebaute Bahnhof wird in Betrieb genommen.
  • Das Stadtbad wird saniert.
  • Baubeginn des Wohngebietes "Mühlenstücke".
1995
  • Das Gewerbegebiet Ost wird zielgerichtet erweitert.
  • Ein neuer Wohnpark an der Hamburger Straße entsteht.
  • Das "Freie Gymnasium Nauen" wird eröffnet.
  • Das Finanzamt des Kreises Havelland wird als Ausgleich zum Verlust des Kreisstadtsitzes an der Ketziner Straße errichtet.
1996
  • In der Schützenstraße wird das Feuerwehrgerätehaus neu errichtet.
1997
  • Einweihung der komplett rekonstruierten Sendestation am Dechtower Damm/Graf-Arco-Straße 156. Damit wird das Kurzwellenzentrum an den Rieselfeldern außer Betrieb genommen.
1998
  • Die neuerrichtete Havellandklinik wird eröffnet.
  • Verleihung der Ehrenbürgerschaft an Karlheinz Dauter.
2001
  • Der rekonstruierte Martin-Luther-Platz wird übergeben.
  • Die Stadt wird Mitglied in der AG "Städte mit historischen Stadtkernen".
  • Erster Spatenstich für die neue Umgehungsstraße B5 im August.
2002
  • Das Ensemble des Martin-Luther-Platzes wird von der Arbeitsgemeinschaft "Städte mit historischem Stadtkern" zum "Denkmal des Monats" für den Juni bestimmt. Der Platz mit den prägnanten Bauten St. Jacobi-Kirche, Käthe-Kollwitz-Grundschule und dem Haus der Familie Barz wurde im Jahre 2001 für rund eine halbe Million EURO komplex umgestaltet.
  • Das größte Fachwerkhaus der Stadt in der Holzmarktstraße 21 wird nach der Komplettrekonstruktion übergeben.
  • Der ehemalige sowjetische Ehrenfriedhof wird von der Berliner Straße/Lindenplatz auf das Gelände des städtischen Friedhofs verlegt.
  • Das Museum wird geschlossen. Die Gegenstände werden in die Heimatstuben nach Wachow und Groß Behnitz ausgelagert. Nur das historische Archiv und die historische Bibliothek verbleiben in den neuen Räumen und werden ebenso wie die  Ausstellung zur Nauener Handwerks-und Landwirtschaftsgeschichte künftig vom Verein der "Nauener Heimatfreunde 1990  e.V."  in  treuhänderische Verwaltung genommen.
2003
  • Per Gesetz wird das Stadtgebiet erweitert. Zu den bisherigen Ortsteilen Neukammer, Schwanebeck und Weinberg kommen folgende Gemeinden dazu: Berge, Bergerdamm, Börnicke, Groß Behnitz, Kienberg, Klein Behnitz, Lietzow, Markee, Ribbeck, Tietzow und Wachow. Viele dieser neuen Ortstile bestehen selbst aus mehreren Gemeindeteilen.
2004
  • Der Schulhof der Käthe-Kollwitz-Grundschule wird als Spielplatz eröffnet. Dabei wurden die Ideen von Schülern aktiv umgesetzt.
  • Die Mittelstraße wurde rekonstruiert.
  • In Neukammer nimmt die HAW (Havelländische Abfallwirtschaft) einen neuen Betriebshof in eigene Regie.
2005
  • Der Bahnhofsvorplatz wurde mit EU-Mitteln saniert und umgestaltet. Zuvor wurde das gesamte Gelände nach Blindgängern aus dem zweiten Weltkrieg untersucht.
  • Der ehemalige Sägewerksplatz wird als Parkplatz hergerichtet.
  • Senioren beziehen das neue Wohnheim des ASB in Jüdenstraße/Lindenstraße.
  • Eröffnung der Stadtinformation und des Bürgerbüros im Haus des ehemaligen Stadtmuseums.
 




© by wolfgang*JOHL*nauen